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Wie funktioniert ...? Das Goethe Barometer
Das Goethe Barometer PDF Drucken E-Mail
Wie funktioniert ...?
Freitag, den 14. September 2012 um 07:48 Uhr

Was ist eigentlich ein Goethe Barometer?

Das Goethe Barometer ist ein aus Glas bestehendes Barometer, welches den Umstand ausnützt, dass sich permanent ändernder Luftdruck natürlich Einfluss auf den Wasserstand eines Gefäßes hat.

Schon sehr frühzeitig erkannten die Menschen, dass eine Wassersäule auf den Luftdruck reagiert und man so anhand des Standes Wassersäule den Luftdruck ablesen kann. Einzige Bedingung ist: Die Wassersäule darf nicht bei Druck entweichen können.

Dies erreicht man durch einen nur nach einer Seite offenen Körper mit einer Tülle, der idealerweise aus Glas bestehen sollte. Sonst sieht man ja schließlich die Wassersäule nicht.

Füllt man jetzt Wasser in das Gefäß bildet sich am oberen Ende des Gefäßes ein Vakuum und das Wasser steigt in der Tülle nur soweit auf, wie es der von oben auf die Tülle drückende Luftdruck gestattet.

Nun ist es recht einfach die tägliche Veränderung des Luftdruckes zu beobachten, wenn man sich entweder merkt, wo der Luftdruck am Vortage stand oder kleine Markierungen anbringt.


Hat Johann Wolfgang von Goethe dieses Barometer erfunden?

Nein, das hat er nicht! Überliefert ist, dass es dieses Barometer schon vor Johann Wolfgang von Goethe gab, er aber sehr gern dieses Barometer nutzte. Wie und vor allem warum dann daraus der Name Goethe Barometer entstand ist heute unklar. Gut möglich, dass es ein sehr früher Marketinggag pfiffiger Glasbläser des Thüringer Waldes war, wo es damals wie heut gefertigt wird.


Gibt es Kopien des Goethe Barometers?

Ja und natürlich mehrere. Dies hängt damit zusammen, dass es sehr einfach nachgebaut werden kann. Eine sehr interessante Kopie ist das Skruf Glas Barometer, was auch oft als Thunder Bottle, als Gewitterflasche bezeichnet wird und heute nicht mehr produziert wird. Wer das heute noch in der Produktion befindliche Goethe Barometer aus dem Thüringer Wald neben ein Skruf Glas Barometer legt, der stellt erstaunt fest, dass beide baugleich sind und vor allem auch noch gleiche Größe haben.

Ein Indiz dafür, dass dieses bis zum Ende der DDR im Thüringer Wald im Auftrag der Glashütte Skruf aus dem heute darniederliegenden schwedischen Glasreich gefertigt wurde. Bekanntlich waren zum Ende der DDR alle 6.000 Kombinate in der einen oder anderen Weise im Export tätig, was die Mangelwirtschaft der DDR erklärt.

Dies erklärt weiterhin, warum die Glashütte Skruf heute dieses Barometer nicht mehr im Sortiment hat.

Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 10. Februar 2015 um 16:18 Uhr
 
 

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