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Wie funktioniert ...? Die Tidenuhr
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Wie funktioniert ...?

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Schon immer hatten die Menschen an den Nordsee und den Ozeanen Interesse zu erfahren, wann Ebbe und Flut einsetzt. Bekanntlich bestimmt der Lauf des Mondes den Zeitpunkt des Einsetzens von Ebbe und Flut und ist daher von Ort zu Ort unterschiedlich. Wenn bspw. früh um 08:00 in Wilhelmshaven Ebbe einsetzt, bedeutet dies keinesfalls, dass zu gleicher Zeit die Ebbe im weiter nördlich gelegenen dänischen Esbjerg ebenso um 08:00 einsetzt. Dazu ist einfach die geografische Lage beider Orte zu verschieden.

Ein weiteres "Hindernis" den Verlauf von Ebbe und Flut vorherzusagen ist die Tatsache, dass das Intervall von Ebbe und Flut nicht genau 12 Stunden entspricht. Denn der Mond benötigt für einen Umlauf exakt 24 Stunden, 50 Minuten und 28 Sekunden. D.h. der Ebbe und Flut Zyklus folgt dem Intervall 12 Stunden, 25 Minuten und 14 Sekunden.

Eine Uhr folgt aber dem Lauf der Sonne, die bekanntlich nur 24 Stunden für einen Umlauf benötigt. D.h. eine normale Uhr wird hier ihren Dienst versagen, um Ebbe und Flut vorhersagen zu können.


Eine Tidenuhr dagegen gleicht diesen Unterschied aus. Einmal richtig eingestellt, wird sie immer für den jeweiligen Standort Ebbe und Flut präzise vorhersagen. Um "12:00" zeigt die Tidenuhr den Höhepunkt der Flut, um um "06:00" den Höhepunkt der Ebbe anzuzeigen. Den Weg dahin bahnte der britische Uhrmacher John Harrison (24.03.1693 - 24.03.1776) der sich mit Lösung des Längenproblems einer Lösung näherte.

Das Längenproblem war in der Seefahrt lange Zeit das Hauptproblem, um die Schiffsposition genau bestimmen zu können. Wogegen die Bestimmung des Breitengrades mittels Sextant recht einfach ist. Das von John Harrison erfundene Chronometer ermöglichte erstmals die Bestimmung des Längengrades. Dazu wurde das Chronometer bei Ablegen vom Heimathafen absolut zeitgenau auf die Schiffsposition des Heimathafens eingestellt. Jetzt war es durch Peilung über die Gestirne auf See möglich, durch den so ermittelten Unterschied zur Ortszeit des Auslaufens die Position des jeweiligen Längengrades zu bestimmen.


Der Franzose Antide Janvier (01.07.1751 - 23.09.1835) war es, der unter dem Namen Pendule des marrées eine Tidenuhr (Gezeitenuhr) fertigte, die auf der Gezeitengleichung von Laplace beruhte. Der Franzose Pierre-Simon Laplace (28.03.1749 - 05.03.1827), Astronom und Mathematiker beschrieb im Jahre 1775 Gleichungen, die den Gang der Gezeiten berechenbar machen. Sie werden auch Laplace Tidial Equations (LTE) genannt. Zu dieser Zeit war dies ein großer Schritt, obwohl die Laplace Gezeitengleichung eine eher ungenaue Bestimmung der Gezeiten zu lies, da sie bspw. noch nicht die geografische Lage einbezog.

Der Deutsche Friedrich Kühnen (12.05.1858 - 08.01.1940) griff als Mitarbeiter des Geodätischen Instituts Potsdam das bis dahin immer noch nicht restlos gelöste Problem der Tidenuhr (Gezeitenuhr) auf. Er entwickelte in den Jahren 1915 bis 1916 eine Gezeitenrechenmaschine, die in der Lage war, die Gezeiten für einen beliebigen Punkt für ein Jahr zu berechnen. Damit war das Problem der Vorhersage von Ebbe und Flut gelöst. Auf diesem Prinzip basieren noch heute mechanische Tidenuhren bzw. Gezeitenuhren.


Verständlicherweise hat heute auch in den Bau von Tidenuhren (Gezeitenuhren) die Elektronik Einzug gehalten.

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