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Wie funktioniert ...? Schwedischer Feuerstahl
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Wie funktioniert ...?

Was ist der schwedische Feuerstahl?

Der schwedische Feuerstahl ist eine Stahl - Magnesiumlegierung, die in Stabform hergestellt wird. Er dient dazu mittels Reibung ein Feuer zu entzünden.


Wie enstand der schwedische Feuerstahl?

Der Ursprung des heutigen schwedischen Feuerstahls ist aus historischer Sicht gesehen sehr interessant. Das Wissen darüber, dass man aus einer Stahl - Magnesiumlegierung Funken schlagen kann ist vielleicht genauso alt wie das Wissen um die Verhüttung von Eisenerz zu Stahl.

Bekannt ist daher, dass die Menschen schon vor vielen hunderten von Jahren Feuerstähle nutzten. Mit Erfindung des Streichholzes im beginnenden 19. Jahrhundert geriet der Feuerstahl mehr und mehr in Vergessenheit. Anfang des 20. Jahrhundert erlangte der Feuerstahl in Deutschland plötzlich wieder Bedeutung. Das Deutsche Reich führte 1909 im Rahmen einer Reichsfinanzreform eine Zündholzsteuer ein. Schnell entstand unter dem Motto:

"Mach Dein Feuer ohne Steuer!"

ein Markt für Feuerstähle. Diese Steuer überlebte zwei Weltkriege und wurde übrigens erst 1981 in Deutschland abgeschafft.

Die schwedische Armee wiederum führte irgendwann in der ersten Hälfte des 20.Jahrhunderts eine Ausschreibung durch, mit der eine witterungsresistente Alternative zu Streichholz und Feuerzeug gesucht wurde. Schnell besann man sich des uralten Feuerstahles und er erlebte seine zweite Blüte.

Ist der doch wirklich witterunsresistent und vor allem sehr sehr robust. Streichhölzer sind irgendwann einmal alle und auch die schönsten Feuerzeug dieser Welt irgendwann einmal leer. Ein original echter schwedischer Feuerstahl dagegen hält wirklich ewig. Nach nun schon mehreren Jahren erfolgreichen Verkaufes schwedischer Feuerstähle meldete sich wirklich noch kein Kunde bei uns, weil sein Feuerstahl verbraucht war :-) Man muss nämlich wirlich sehr sehr viele Feuer machen, bis sich überhaupt die erste Abnutzung zeigt und damit zur Frage:


Wie wird der schwedische Feuerstahl bedient?

Schon beim auspacken Ihres Feuerstahles werden Sie erfreut feststellen, dass man ihn weder hoch fahren noch irgendwelche Updates installieren muss, damit er funktioniert :-) So wie er nun vor Ihnen liegt wird er immer einsatzbereit sein.

Idealerweise nehmen Sie nun ein Messer mit einer hinreichend dicken Klinge und schlagen mit der Rückseite der Klinge durch kurze Schläge auf den Feuerstahl Funken. Ersatzweise kann man auch den hier abgebildeten Flaschenöffner nutzen. Eine etwas längere Klinge ist aber besser. Ob das Messer dabei von Brusletto oder Karesuando Kniven ist, ist sekundär. Natürlich geht auch jedes andere Messer. Wichtig ist nur, dass die Klinge eine Dicke zwischen zwei und vier Millimetern haben sollte, was bei fast allen nordischen Messern gegeben ist.

Dies zu beachten liegt einfach im Interesse Ihrer eigenen Sicherheit. Da Sie ja mit der Rückseite der Klinge die Funken schlagen, zeigt logischerweise immer die scharfe Klinge zu Ihnen. Ist diese nun zu dünn wie bspw. bei einem billigen Küchenmesser, dann ist die Gefahr sehr sehr groß, dass die Klinge durch Ihren Schlag bricht und dann unkontrolliert durch den Raum schwirrt und Sie vielleicht verletzt.

Nachdem Sie nun vielleicht einige Trockenübungen gemacht haben, geht es ans Feuer machen. Dazu benötigen Sie nun lediglich noch einige ganz feine Birkenspäne, die idealerweise natürlich trocken sind. Birke eignet sich im Unterschied zu anderen Holzarten viel viel einfacher zum Feuer machen als bspw. Eiche, Ahorn oder Kiefer und Fichte.

Legen Sie nun die Birkenspäne zu einem kleinen Häufchen zusammen, stecken den Feuerstahl in die Mitte und beginnen Funken zu schlagen. Sie werden sehen, dass sich recht schnell die ersten Birkenspäne zu glimmen beginnen. Nun nehmen Sie dieses Häufchen Birkenrinde vorsichtig in die Hand und blasen ganz sachte die glimmenden Birkenspäne an bis sich erste kleine Flammen bilden.

Dass so etwas nichts für Kinderhände ist, dürfte sich genauso von selbst verstehen, wie der vorsichtige Umgang mit dem entstehenden Feuer und die Berücksichtigung aktuell geltender Waldwarnbrandstufen.

Üben Sie daher bitte bevor Sie auf Tour gehen zu Hause in Ruhe bis Sie sicher auf diese Art und Weise ein Feuer schlagen können.

Zuletzt aktualisiert am Samstag, den 04. Juli 2015 um 07:33 Uhr
 
 

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