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Mats Jonasson Kristall aus Schweden
Das in Småland im schwedischen Glasreich gelegene Glasbläserdorf Målerås kann bis in das Jahr 1890 auch eine lange Tradition zurück blicken. In diesem Jahr wurde in Målerås eine Fensterglasfabrik gegründet. Sie stellte 1904 ihren Betrieb ein und 1917 wurde die Fertigung wieder aufgenommen.
Ende der 1960er - Anfang der 1970er Jahre geriet die schwedische Glasindustrie in eine Krise. Im Januar 1975 wurde unter dem Dach der Krona-Bruken AB ein Zusammenschluss der Glashütten Bergdala, Björkshult, Gullaskruv, Skruf und Målerås gebildet.
Am 01.10.1977 kaufte die Kosta Boda AB die Glashütte Målerås mit dem Ziel diese zu schliessen und nur das Personal zu übernehmen. Der aus Målerås stammende Graveur Mats Jonasson wollte dies nicht hinnehmen, da er sich Målerå sehr verbunden fühlt. Er vertrat die Ansicht, dass Glas, welches von Måleråsern designt wurde, auch in Målerås geblasen werden sollte.
Um dies zu erreichen investierten er, 13 Glasbläser und 104 Einwohner von Målerås jeweils 1.000 schwedische Kronen in Aktien einer zu gründenen Kapitalgesellschaft, die den Weiterbetrieb am Standort Målerås sichern sollte. Vorher hatte bereits der Landkreis Nybro die Immobilien der Glashütte Målerås erworben. Am 01.04.1981 nahm die AB Målerås Glasbruk ihren Betrieb auf.
Im Jahre 1988 unterbreitete die Glashütte Orrefors den Aktionären der AB Målerås Glasbruk ein großzügiges Angebot für den Verkauf ihrer Aktien. Viele der Aktionäre verkauften daraufhin ihre Anteile an Mats Jonasson, der bis dahin maßgeblich das Gesicht der AB Målerås Glasbruk prägte. So wurde Mats Jonasson Hauptaktionär und Vorstandsvorsitzender der Aktiengesellschaft. Denn er war gleichzeitig der wichtigste Designer der Glashütte in Målerås und gab ihr mit seinen Glasblöcken und in Kristall gravierten Tier- und Pflanzenmotiven ein unverwechselbares Gesicht. Damit einhergehend wurd die Glashütte in Mats Jonasson Målerås umbenannt.
Bis heute blieb sich die Glashütte Mats Jonasson Målerås der schon Mitte der 1970er vertretenden Philosophie treu. Die gesamte Produktion und das Design ist heute wie Mitte der 1970er Jahre in Målerås ansässig. Denn die Verlagerung des Produktionsstandortes stand nie zur Debatte.
Seit einigen Jahren gibt es unter Ägide von Mats Jonasson und vieler anderer Måleråser verschiedenste Anstrengungen, die Attraktivität des Glasbläserdorfes Målerås weiter zu steigern. Dazu gehörte bspw. das Anlegen eines Wanderweges, der interessante Einblicke in die bis auf die Eiszeit zurück führbare Fauna und Flora Smålands gibt, das Aufstellen einer alten Dampflok, die an die Zeiten erinnert, als Målerås ein kleiner Eisenbahnknotenpunkt war oder die Freilegung der Reste der alten Glashütte unter Ägide des Kalmar Läns Museum im Sommer 2011 und vieles mehr. Auf Maleras.nu finden Sie diesbezügliche weitere Informationen.
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