Neue Glashütte in Orrefors nimmt Gestalt an

Gestern Abend fand im schwedischen ORREFORS trafen sich über 60 Interessierte um dem Vortrag von Jeanette Lennartsdotter zu lauschen, die über den Neubau einer Glashütte in ORREFORS berichtete. Die 1968 in STOCKHOLM geborene Designerin hat es sich zur Aufgabe gemacht, dem Glasbläserhandwerk in ORREFORS wieder neues Leben einzuhauchen.

ORREFORS war einst eines der Zentren schwedischer Glaskunst. Hier wurden Techniken wie bspw. Ariel und Graal erfunden. Im 20.Jahrhundert war ORREFORS neben dem Dalapferd eines der Synonyme welches für Sverige stand.

Ende des 20.Jahrhunderts geriet der 1898 gegründete Orrefors Glasbruk in die Hände windiger Spekulanten, was zum Niedergang des schwedischen Glasreiches führte. Von 1998 noch 16 Glaswerken an 15 Standorten zwischen VÄXJÖ und KALMAR waren es schon rund zehn Jahre später nur noch eine Hand voll. Ab 2007 nahm der Kahlschlag so massive Formen an, dass die einst von der Treuhandanstalt auf dem Gebiet der ehemaligen DDR getriebene Deindustriealisierung gelinde gesagt ein laues Lüftchen war. Binnen weniger Jahre flogen viele hunderte von Menschen auf die Strasse, was im bevölkerungsarmen Schweden sehr sehr viel bedeutet.

Nachdem dann 2013 in ORREFORS endgültig der Glasofen ausging, machten sich vor einiger Zeit einige Enthusiasten daran, dem darniederliegenden Glasbläserhandwerk in ORREFORS neues Leben einzuhauchen. Ende 2016 gab der als Bilkungen (Autokönig) bekannte Ingmar Andersson bekannt, dass er in den Neubau einer Glashütte in ORREFORS investieren werde. Ihm gelang es Jeanette Lennartsdotter als Geschäftsführerin für diese neue Unternehmung zu gewinnen. Nun nimmt die neue Glashütte jeden Tag ein Stück mehr Gestalt an.

Natürlich verfolgen wir als ebenfalls in ORREFORS ansässiges Familienunternehmen aktiv das Geschehen und werden uns so es in unseren Möglichkeiten steht, in die Aktivitäten ringsum um den Neubau der Glashütte einbringen.