Wie kam der Damaststahl nach Skandinavien? – Ein Erklärungsversuch

Mit syrischen Freunden diskutierten wir gerade die Frage, wie der Damaststahl eigentlich nach Skandinavien gekommen sein könnte. Heraus gekommen ist diese Erklärung.

Die Wurzeln des Damaststahles liegen wie der Name es schon nahe legt im syrischem DAMASKUS. Dort wird schon seit vielen hunderten von Jahren Damaststahl bzw. Damaszener Stahl geschmiedet.

Interessant ist nun, dass im 8.Jahrhundert n.Chr. die Mauren die iberische Halbinsel eroberten und sehr sicher über diesen Weg der Damaszener Stahl seinen Weg nach Europa fand.

Zeitgleich begann im hohen Norden Europas die Wikingerzeit. Dass die Wikinger nun wiederum ein Seefahrervolk waren, ist nun so neu nicht. Dass sie bis zur iberischen Halbinsel fuhren ebenfalls nicht. Gut möglich daher dass die Wikinger über diesen Weg den Damaszener Stahl in den hohen Norden Europas brachten und da die Nordlichter schon immer wussten, was gut ist, dort schnell Verbreitung fand.

Ein möglicher Weg könnte dabei die  Route entlang der norwegischen Küste bis hinauf nach NARVIK gewesen sein. Eine andere Route kann gut und gern entlang der schwedischen Küste bis zur Mündung des Kalix in den Bottnischen Meerbusen geführt haben.

Von beiden Seiten gelangt man so in den Norden Lapplands in dem nachgewiesenermassen schon seit 9.000 Jahren Metall geschmolzen wird. Gut möglich dass sich frühzeitliche Schmiede in Lappland schnell mit der Technologie des Schmiedens von Damaszener Stahl vertraut machten.

Dies wäre zumindest eine logische Erklärung dafür warum noch heute in Form der Messerschmiede Karesuando Kniven Damastmesser alter Tradition folgend hergestellt werden. Das Dörfchen KARESUANDO befindet sich genau auf etwa halber Strecke zwischen NARVIK und der Mündung des Kalix in den Bottnischen Meerbusen.

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